Lyrik





Einsamkeit des Seins

Verbunden,
Herz an Herz,
wundervoller Seelenschmerz.

Verkommen,
schwarz und grau,
auch der Himmel blau in blau.

Vergänglich,
die Welt ist nicht für immer,
auch Liebe nicht beständig,
trotz rosarotem Schimmer.

Verloren,
das sind wir einst und bald,
das Herz tot, die Seele kalt.
Doch wir glauben.

Vergessen,
sind wir irgendwann,
doch einer, der vergisst dich nicht,
der Mensch, der deinesgleichen ist.

Verliebt,
das Wort ist schnell gesagt,
doch hält es nichts am Leben,
das einz'ge was uns Zeit gewährt,
der Traum, der sich von Liebe nährt.

(c) Sarah Jordan



SCHLINGEN DES TODES


Ein Blick in das Meer,
spiegelt mich wieder,
mein Bild zittert.

Ein Blick in die Tiefe,
ich finde mich nicht darin,
und doch zieht sie mich an.

Ein Blick in die Ferne,
der Drang wegzurennen,
weg, und frei von allen Fesseln.

Ein Blick in den Spiegel
beweist, dass nichts da ist.
Nichts Greifbares,
an das man festhalten könnte.

Ein Blick ins Nichts,
du lässt dich fallen,
dein Blick verharrt im Himmel.
Und das Licht hüllt dich ein,
bis die Schlingen des Todes
dich in Dunkelheit vergraben.


(c) Sarah Jordan



Glücksfontäne

Fasern des Herzens zerspringen,
Flügel deiner Selbst schlagen,
Klare Blicke verschwimmen,
ein Meer voller Erleichterung, in dem wir Freude wagen.
Die steinige Hülle zerfällt,
das Gold der Seele blüht auf,
alles Dunkle wird hell,
das Lachen nimmt seinen Lauf.
Lange Wimpern schlagen,
küssen das wohlige Jetzt,
Und was die Tränen sagen,
sie sind nichts, was dich verletzt.

Vergessen ist die fleischige Sorge,
die Gewalt der wundsamen Zeit,
dein Lachen währt noch heut wie morgen,
Tränen des Glücks sind bereit.
(c) Sarah Jordan


Der letzte Tag


Das letzte Mal das Licht der Sonne
auf meiner Haut spür ich die Glut
Die mir das Leben nur noch einmal gibt
bevor meine Seele in mir ruht.

Die Welt, ich sehe sie in ihrem Glanz
haucht mir noch einmal Leben zu.
Ich lächle einmal voll und ganz
und schließe dann die Augen zu.


(c) Sarah Jordan


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