Hinter der Kamera



Die Photographie hat mir schon immer ein gutes Gefühl verliehen. Ein Gefühl von Heimat. Aber auch viele andere Emotionen, wie Melancholie, Nachdenklichkeit, Erinnerung, Freude, Traurigkeit und Angst. Fotos bedeuten für mich das, was für andere Menschen genug Essen oder genügend Schlaf bedeutet. Ich brauche es einfach, um zu überleben. 

Schon seit ich zurückdenken kann war ich ein kreativer Mensch. Mein Vater hat mich früh zu diesen Dingen geleitet, wofür ich ihm unglaublich dankbar bin. Als ich meine erste Kamera in den Händen hielt wusste ich, dass ich ein Teil meines Herzens trage. Ich konnte es umfassen und es spüren. Ich wusste einfach, dass es zu mir gehört. Und bis heute hat sich diese Ahnung auch bestätigt. 

Für mich gibt es nichts Schöneres, als mit der Photographie die Menschen zu berühren, Erinnerungen einzufangen, mit den Effekten die Emotionen noch deutlicher werden zu lassen, Stimmungen einzufangen, Momente für die Nachwelt zu dokumentieren und meiner Kunst freien Lauf zu lassen. 

Ich kann nicht unbedingt davon sprechen, dass ich ein großes Ziel hätte, was die Photographie betrifft. Eigentlich habe ich mein Ziel erreicht, sobald ich auf den Auslöser drücken kann. 
Doch mittlerweile merke ich immer wieder, dass ich weitergehen kann. Ich kriege Angebote, Menschen möchten sich von mir ablichten lassen. Mein Wunsch wäre eines Tages vielleicht in die Werbefotografie gehen zu können oder wenigstens für eine Zeitschrift zu arbeiten. 

Bis das geschafft ist, werde ich mich weiterhin von dem Glück nähren, das mich umhüllt, wenn ich eine Kamera in den Händen halte und abwarten, was die Zeit und die Mühe mir bringt. 
Irgendwann werde ich dort ankommen, wo ich hingehöre. 


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