Samstag, 27. April 2013

[ATB #2]: Lebensenergie und Inspirationsstau



Seit dem letzten Post ist wieder einiges passiert. Vieles hat sich verändert, korrigiert und aus anderen Blickwinkeln gesehen. Neben der Aufgabe, mit mir selbst klarzukommen, habe ich den Inspirationsstau zu überwältigen. Viel zu viel strömt wieder auf mich ein, was ich gar nicht alles schreiben kann. Viel zu viele Ideen, die sich nicht kombinieren lassen. So habe ich in der letzten Zeit nur wenige Momente mit Melancholie verbracht und mich mehr den neuen Ideen gewidmet, die meinen Kopf beanspruchen. Dabei ist eine neue Jugendgeschichte entstanden, ein Drama, indem es um Liebe, Verzweiflung, Gefängnis, Drogen und Sehnsucht gehen soll. Also, genau mein Ding. 
Inwiefern ich in der nächsten Zeit weitermachen werde, kann ich gar nicht genau sagen. Ich denke, ich lasse mich einfach von der Lust und Laune leiten und schreibe an allem, was mir gefällt. Früher oder später wird sich etwas herauskristallisieren, an dem ich mich dann wieder festbeiße. So war es bisher immer und ich bin mir sicher, auch der dritte Roman wird irgendwann von mir geschrieben und beendet werden. 
Die Sonne war in den letzten Tagen genau das, was ich gebraucht habe. Helles Licht, Wärme, Vogelgezwitscher, entspannende Stunden auf Wiesen und Feldern, einfach ein Stück Leben. Ich habe mich so wohl und frei gefühlt, wie lange nicht mehr. Auch wenn dieses Gefühl bei mir immer nur für eine gewisse Zeit anhält, versuche ich sie zu genießen, so sehr ich nur kann. Denn es gibt mir die Energie und Stärke, die ich brauche, um meine Ziele zu verfolgen. Ich brauche sie, um nicht einzuknicken und alles hinzuschmeißen. 

Dazu habe ich vor ungefähr zwei Wochen einen Ereader gekauft. Er heißt Theodor. Bitte englisch aussprechen. (; Warum ich meinen Kindle gerade so nenne hat einen bestimmten Grund. Schon immer habe ich die Chipmunks geliebt, in meiner Kindheit schon waren sie etwas Besonderes für mich. Und neben Alvin fand ich Theodor immer am Tollsten. Ich habe diesen Namen schon immer sehr gemocht und egal was ich besaß, wenn es einen Namen bekommen konnte, hieß es Theodor. Und so muss mein Kindle diesen Namen nun auch mit sich tragen. Mein Macbook auf dem ich meine Romane schreibe heißt übrigens Alvin. Aber wir wollen hier nicht über Namensgebung reden. Ich wollte euch nur kurz darüber informieren, wie abwechslungsreich ein Kindle sein kann und wie gut es mir gefällt, darauf zu lesen. Für mich war es eine richtige Erfahrung, da ich im Vorhinein immer gegen diese Elektrobücher gewettert habe und am liebsten hätte ich sie allesamt verflucht. Aber zu meiner Überraschung animiert mich der Kindle sogar zum 'Noch-mehr-Lesen', was natürlich super ist. Allerdings hält mich das in der letzten Zeit auch ab und an vom Schreiben ab... Aber man kann ja bekanntlich nicht alles haben. Vor allem nicht, wenn der Tag nur vierundzwanzig Stunden hat.

Ich hoffe, ihr seid beim nächsten Eintrag auch wieder mit dabei. Wenn ihr Fragen an mich habt, hinterlasst mir doch einfach einen kleinen Kommentar. Ich freue mich darüber.

Mittwoch, 3. April 2013

[ATB #1]: Melancholie entdeckt neue Seiten


['Die schönsten Erinnerungen schmerzen irgendwann am meisten', flüsterte ich ihm zu, wischte mir eine Träne mit dem Handrücken weg und drückte mein Gesicht an seine Brust, damit ich den einzig wohligen Duft einatmen konnte, der mir in dieser schwierigen Zeit noch blieb.]


Nach einem inspirierenden Wochenende bin ich zu einem Entschluss gekommen, der wahrscheinlich längst fällig war. Mein Herzenswerk Melancholie wird von mir neu verfasst. Es hat nun wohl fast zwei Jahre geruht und jetzt wird ihm neues Leben eingehaucht. Viele Leser haben mir einige Fehler offenbart, die mir beim Schreiben und später auch beim Lesen nicht selbst aufgefallen sind.
Es gab viele Szenen, die man um einiges hätte ausbauen können und welche somit für den unwissenden Leser auch noch einmal viel verständlicher wirken würden. Auch mein Hauptcharakter stieß ab und an auf Unverständnis, weil ich beim Schreiben wohl doch zu sehr in der Selbstfindungsphase steckte und es auf ihn oder sie projiziert habe. Daher habe ich mich nun dazu entschieden, dass ich Melancholie neu schreiben werde. Ich werde die alte Fassung nicht komplett verwerfen oder in den Papierkorb verbannen. Keineswegs. In diesem Werk liegt so viel Liebe von mir und deswegen werde ich mir die Kapitel allesamt durchlesen, bevor ich sie erneut niederschreibe, und mir alles, was unbedingt rein muss, rot anstreichen. Somit geht das Eigentliche von dem Roman nicht verloren, er wird lediglich verbessert und in neuem Glanz erstrahlen. Ich bin einfach älter und reifer geworden und habe viel dazugelernt was das Schreiben betrifft. Es muss einfach sein, denn das Werk soll eines Tages endlich unter die Menschen. 
Die Handlung ist soweit ausgearbeitet, dass ich heute endlich beginnen kann. Ich werde euch auf dem Laufenden halten, wie es vorangeht. Ich denke, dass ich eine Gefühlslage habe, in der ich die ersten Kapitel wunderbar meistern kann und wieder genau das fühle, was ich damals beim Schreiben auch schon empfand. Was am Ende dabei herauskommt, das wird mich vielleicht selbst überraschen. Aber wichtig ist einfach, dass es gut wird und keine Rohfassung bleibt, die überall Fehler vorweist. 
Nun drücke ich mir selbst die Daumen und hoffe, dass ich mein tägliches Schreiben wieder in Angriff nehmen werde und die ganze Sache durchziehe. Ein Ziel im Leben ist sehr wichtig für mich, denn ohne das plätschert alles bei mir vor sich hin und die Unzufriedenheit zieht wieder bei mir ein. Da diese bereits seit Längerem anklopft, werde ich nun dafür Sorgen, dass sie sich einen anderen Platz - weit weg - zum Schlafen sucht.